Samstag, 17. September 2011

Alles so bunt

Immer diese Drogen!

Frauchen meinte, es sei für uns sicherlich nicht gut, wenn unser Adrenalinspiegel ständig so hoch sei und für den Hausfrieden im Allgemeinen und für Frauchens Nerven im Besonderen schon mal gar nicht. Deshalb hat sie diese Pheromon-Dinger wieder besorgt und nun wabert hier dieser Drogencocktail durch die Luft.

Das Leben ist schön, Lilly gar nicht so doof, wie ich dachte und oben drein könnte ich Bäume ausreißen.

Alles Liebe, Euer Henry, tiefenentspannt

Freitag, 16. September 2011

Seelsorger

Eine herrliche Nacht in Hamburg, der Mond scheint, Wolkenfetzen ziehen am Himmel vorbei, die Mäuschen tanzen auf den Tischen und meine Herrlichkeit durchstreift sein Revier.

Da sehe ich eine scheinbar geistig verwirrte Person durch die Straßen irren. Kümmere mich lieber darum, bevor noch was passiert und geleite das Frauchen höflich aber bestimmt nachhause. Himmel, was macht die mitten in der Nacht auf der Straße? Ist Schlafenszeit!

Hat sich angeblich Sorgen gemacht, sah meinen geschundenen Leib irgendwo im Graben liegen. Blödsinn, wir haben gar keine Gräben.

Das kommt davon! Frauchen hat nämlich ein schlechtes Gewissen wegen der Lilly-Katze.

Macho und Amazone

Sind kein Dreamteam. Nö. Ehrlich gesagt, derzeit können wir uns gar nicht leiden. Sehr zu Frauchens Verdruss.

Nutze jede Gelegenheit subtil meine körperliche Überlegenheit auszuspielen, Lilly, gar nicht feige, hat aber keine Lust, sich unterzuordnen und ist ziemlich deutlich in ihrer Meinungsäußerung zu dem Thema. Meistens heißt das, dass sie mir freundlich aber bestimmt eine knallt. Aua.

Erschwerend kommt hinzu, dass Lilly derzeit "draußen" für sich entdeckt und ganz mutig beginnt, die Nachbarschaft zu erkunden. Dabei läuft sie mir natürlich über den Weg. Das geht alles definitiv viel zu weit. Glaube, schmolle ne Weile. Soll Frauchen doch sehen, wie sie ihren Lieblingskater wieder gut stimmt. Ob sie wohl eínen Katzenstick rausrückt, wenn ich ihr mal einen Tag lang kein Küsschen mehr gebe?

Mittwoch, 14. September 2011

Subtil

"Vor allem Kater sind wahre Meister im Psycho-Terror und bevorzugen die subtile Unterdrückung durch eine dominante Körpersprache."

Mist. Aufgeflogen.

Dienstag, 13. September 2011

Tag der offenen Tür

Dummes Frauchen hatte nach der Baustelle die Katzenklappe noch nicht wieder eingebaut und so hatten wir Tag der offenen Tür respektive des offenen Kellerfensters. Es kam wie es kommen musste. Hatten gestern Nacht wieder Besuch, der Wachkater vom Dienst gab um 01:34 Uhr Eindringlingsalarm und jagte die Fremdkatze unters Sofa.

Frauchen brauchte etwas, um zu begreifen, dass sich nicht ihr Lieblingskater und die Lilly-Maus ihren üblichen Dominanzstreitigkeiten hingaben. Genauer gesagt begriff sie das erst, als ihr klar wurde, dass Lilly neben ihr im Bett saß. Himmel, einmal mit Profis arbeiten. Und ich hatte da unten alle Pfoten voll zu tun.

Endlich eilte Frauchen herbei. Was war? Wieder alles falsch. Angeblich war es nicht zielführend, die Katze unters Sofa zu jagen und dort zu bewachen. Also musste ich das Schlachtfeld räumen und Frauchen zeigte der Fremdkatze den Weg nach draußen. Gebe zu, das hat sie gut gemacht.

Und Lilly? Die feige Nuss saß auf der Treppe und hat sich schön im Hintergrund gehalten, das hat sie aber nicht davon abgehalten, anschließend mit den Nerven zu fuß zu sein. Braucht sich nicht einzubilden, dass ich sie tröste, habe hier genug zu tun. Miau.

Montag, 12. September 2011

Mundraub

Saß gemütlich an meinem Fressnapf, gut gefüllt mit meinem vom Arzt verordneten diätischen Trockenfutter und ließ es mir schmecken. Ca. 1 m entfernt saß Lilly mit einem identisch gefülltem Napf. Kommt der Frechdachs doch rüber und angelt sich per Pfote ein Bröckchen aus meiner Schale. Hey! Als Gentleman und Herz auf vier Pfoten habe ich sie gelassen und bin nur ein Stückchen gerückt, damit sie mehr Platz hat. Haben also scheinbar friedlich gemeinsam aus meinem Napf gefressen. Doch dann wurde es ganz bunt! Da grummelt mich die olle Zicke doch von der Seite an, ich solle weggehen.

Hab's getan. Hatte keine Lust auf Streit. Aber Frauchen war not amused. Hat Lilly an ihren Napf zurück gesetzt und mir mein Napf hinterhergetragen. Gut, fresse ich halt auf dem Flur. Menno! Das hat man davon, dass man so nett ist.

Freitag, 9. September 2011

Morgens halb fünf in Deutschland

Wollte einfach nur ganz gemütlich, schön eng an Frauchen gekuschelt schlafen, da kommt diese Lilly-Katze angesaust und macht "Tick, Du bist dran". Himmel! Habe mich halb zu Tode erschrocken.

Frauchen meinte, ignorieren, weiterschlafen. Gute Idee. Sah Lilly anders. "Hey, tick, Du bist dran". Na gut, Du hast es so gewollt! Auf sie mit Gebrüll. Was war? War natürlich auch nicht richtig, zu doll angeblich. Wie man's macht ...