Freitag, 19. Juli 2013

Hilferuf

Mauze nur im alleräußersten Notfall. Zum Beispiel wenn ich vorne rein möchte und keine Lust habe, rum zu gehen.

Püppie ist die reinste Sappeltasche - typisch Frau. Den ganzen Tag Mau, Mau, Mau. Mau dieses, Mau jenes, Mau ich komme, Mau das Futter ist doof, Mau  hallo Frauchen, Mau ich möchte schmusen, Mau ich gehe schlafen ... Mau. Kann die nicht mal für fünf Minuten ihr Mäulchen halten? Frauchen findet das süß, finde das nervig.

Sah mich heute Morgen gezwungen, mein Stimmchen zu erheben. Vorteil, wenn man so selten mauzt, ist, dass das Frauchen sofort wie von der Tarantel gestochen angerannt kommt. Dummes Frauchen fand mich im Wohnzimmer vor und ahnte sofort was los ist.

"Henry, hast Du was mit nachhause gebracht?" Klar. Warum mauze ich sonst wohl. Kann das Vieh nicht mehr lange halten und muss es doch präsentieren. Habe das Vögelchen nach der üblichen und mir zustehenden Lobhudelei aufgefressen, hier gibt's ja nie was Ordentliches. Miau.

Donnerstag, 18. Juli 2013

Verkehrswacht

Heiliger Kater! Wäre fast unter die Räder gekommen. Dummes Frauchen kam gestern spät abends mit dem Fahrrad nachhause geflitzt, als ein roter Kugelblitz von links den Weg abschnitt. Ist nochmal gut gegangen, Frauchen konnte bremsen und ich ausweichen.

Erkenne Frauchen an Schritt und Fahrrad. Muss sie doch begrüßen! Gehört sich so. Habe der albernen Person dann geholfen, das Fahrrad nachhause zu schieben und dann aufgepasst, dass sie auch den Weg zur Haustür findet. Bin stets hilfsbereit.

Frauchen wollte wissen, ob ich ganz sicher kein Hund sei. Nö, bin durch und durch Kater. Hunderprozentig sicher. Nur eben sehr wohl erzogen.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Nachbarschaftliche Beziehungen

Wisst ja, bin Herz auf vier Pfoten und außerdem stets höflich und freundlich - zu Jedermann. Als Kater von Welt und Opportunist nehme ich die Welt, wie sie kommt. Vor zwei Wochen ging das Frauchen abends feiern. Langweilig! Sehr zu meiner Freude, beschloss Nachbar Paul an eben jenem Abend eine Gartenparty zu feiern. Super. Liebe Partys!

Als das Frauchen nächtens nachhause kam, kam sie zufällig mit einem Partygast an der Gartenpforte ins Gespräch. Die Dame machte ihr Komplimente zu ihrem überaus schicken Haus. Klar, haben das schickste Haus der Siedlung. Kam natürlich dazu. Freute mich erstens, dass Frauchen da war und muss zweitens bei jeder Unterhaltung dabei sein. Leider petzte die Partydame daraufhin, dass ich den Abend feiernd in Nachbars Garten verbracht hatte. Menno. Miau.

O-Ton: "Oh, und Garfield, das ist ja sowieso der Beste."
Wer, bitte schön, ist Garfield? Frechheit.

Prioritäten

Merke: Mäuschen stehen der Thematik "Warten bis der Killerkater sich um sein Frauchen gekümmert hat" eher ablehnend gegenüber. Die ollen Spielverderber. Musste daher Prioritäten setzen und konnte nicht wie sonst üblich zur Aufstehzeit nachhause kommen.

Irgendwann ging das Gebrülle los ("HEEEEEEEENRY!"). Peinlich. Da die Mäuschen Ihre Einstellung immer noch nicht geändert hatten, konnte auf Frauchen-Befindlichkeiten keine Rücksicht genommen werden. Als die dummerhaftige Person aber anfing, die Nachbarsgärten, ohne Rücksicht auf Verluste und vielleicht noch schlafende Menschen, nach mir zu durchkämmen, war leider Schluss mit lustig.

Habe das Frauchen eingesammelt und nachhause gebracht. Heiliger Kater! Nun sind die Mäusis bestimmt weg. Menno. Miau.

Mittwoch, 10. Juli 2013

Müder Krieger

Bin so müde. Bin nächtens unterwegs und kümmere mich um meine Pflichten als Wach- und Killerkater. Schaffe es morgens manchmal nicht mal mehr, mein Frauchen zu wecken und zu bekuscheln, sondern falle einfach halbtot um. Bitte nicht stören. Miau.

Mittwoch, 3. Juli 2013

Unauffindbar

Frauchen hat mir einen Karton geschenkt. Drinnen liegt eine Rascheltüte und mein Stinkekissen. Perfekt! In ihrer üblichen Wochenendaufräumwut hat die Putzliese den weggeräumt, in so'ne dunkle Ecke. Als Opportunist und Kater von Welt ist mir das recht egal. Schlafe ich halt in einer dunklen Ecke. Auch gut.

Nur das dumme Frauchen merkt natürlich wieder nichts, kennen wir ja schon, und wähnte mich verschwunden. Kaum war der Karton samt Inhalt (meine Herrlichkeit) wiedergefunden, ging das Geknuddel und Geknutsche wieder los. Weil, war ja weg.

Herr, lass Hirn regnen. Kater hat's echt nicht leicht.

Unaufmerksam

Dummes Frauchen! Kommt gestern Nacht nachhause und steigt im Wohnzimmer immer über mein Spielzeug hinweg. Mehrmals. Gut, es war schummrig. Nach dem dritten Mal wurde sie endlich stutzig. Dachte schon, sie merkt gar nichts mehr.

War kein Plüschspielzeug. War Beute. Ein dummer, großer, sehr toter Vogel. Frauchen sagt, das sei ein flügger Jungkuckuck gewesen. Mir egal. Hauptsache Beute. Wie immer wollte dummes Frauchen wissen, wieso sie sich um die Entsorgung kümmern müsse. Kann wirklich nicht alles alleine machen. Habe mich ja schon um die Besorgung gekümmert. Wisst Ihr, wie schwer so ein Kuckuck durch die Katzenklappe geht?